Die usamischen Programmierer Jeff Atwood und Joel Spolsky haben mit Stack Overflow ein interessantes Produkt gestartet, das ein typisches Internet-Problem in den Griff kriegen soll: Nützliche Antworten auf Fragen (z. B. in Foren) gehen oft unter in einem Wust unbrauchbarer Textfragmente. Bei Stack Overlow können Programmierer spezifische Fragen stellen, und andere beantworten die Fragen. Die übrigen Nutzer bewerten die Antworten, wodurch die nützlichsten nach oben kommen wie bei Google. Gleichzeitig kann man die Antworten bearbeiten wie in einem Wiki und so z. B. eine in der Diskussion zerrissene Antwort bzw. Lösung zusammenfügen oder die Antwort an neuere Verhältnisse anpassen. Spolsky erklärt das Ganze hier.
Liebe Programmierer! Mich würde brennend interessieren, ob das funktioniert.
Dienstag, 16. September 2008
Montag, 5. Mai 2008
Das sprechende Augentier
Michael Blaschke vom Bielefelder Unternehmen »filmzeit« warb auf der Kongressmesse »Mehr Erfolg im Mittelstand« am 23. April 2008 in Bielefeld mit einem Vortrag über den Menschen als »Augentier« für sein Produkt: Firmenfilme, die man auf der Website zur Verfügung stellen kann.
Seiner Meinung nach schlägt der Gesichtssinn bei Weitem alle anderen Sinne und vor allem alles Geschriebene. Zum »Beweis« lies er Filmszenen laufen und mokierte sich immer wieder scheinbar darüber, dass das Publikum den Szenen im Hintergrund mehr Aufmerksamkeit zu widmen schien als seinen Worten. Der im Publikum anwesende Texter kam leider erst später auf die Idee, Herrn Blaschke mit einem Zwischenruf zu verunsichern: »Herr Blaschke!«
Da hätte er geguckt und einen Moment geschwiegen, und der Texter hätte gesagt: Sie erleben gerade, wie stark das sprechende Tier Michael Blaschke auf ein gesprochenes Wort reagiert. Nicht umsonst definiert sich der Mensch schon seit Jahrtausenden vor allem über seine Fähigkeit zu sprechen. Und das Sprechen hat immer primär mit Schall, mit Hören zu tun. Wir können also das sprechende und zuhörende Tier gleichberechtigt neben das Augentier stellen.
In die gleiche Kerbe schlagen auch Blaschkes Filme: In fast allen Filmen spielen Interviews die Hauptrolle – also sprechende Menschen. Ohne Ton, ohne Text wären diese Filme weitgehend wertlos.
Firmenfilme sind sicher ein interessantes Medium, aber kein Allheilmittel. Michael Blaschke versuchte, sie gegen die vielen Prospekte auszuspielen, die man auf der Messe mitnimmt und später fast ungelesen wegwirft. Dieses Schicksal trifft vor allem die Mehrheit der schlecht gemachten Prospekte. Doch ein ganz ähnliches Schicksal trifft vermutlich die Mehrheit der schlecht gemachten Firmenfilme. Man hat sie zwar gesehen, aber schon eine Viertelstunde später wieder komplett vergessen. Warum sollte man sich die 63. spiegelnde Marmorfassade vor blauem Himmel merken? Warum sollte man sich die 28. Automatenhand, die ihr Werkteil sicher gepackt und blitzschnell umgedreht hat, merken? Warum sollte man sich die 48. Lastwagenflotte, die dynamisch und voller Fernweh einen großen Parkplatz verziert, merken?
Was Michael Blaschke über die Werbewirkung von Firmenfilmen gesagt hat, trifft nur für die guten Firmenfilme zu. Die guten Werbeprospekte schaffen das aber auch.
Seiner Meinung nach schlägt der Gesichtssinn bei Weitem alle anderen Sinne und vor allem alles Geschriebene. Zum »Beweis« lies er Filmszenen laufen und mokierte sich immer wieder scheinbar darüber, dass das Publikum den Szenen im Hintergrund mehr Aufmerksamkeit zu widmen schien als seinen Worten. Der im Publikum anwesende Texter kam leider erst später auf die Idee, Herrn Blaschke mit einem Zwischenruf zu verunsichern: »Herr Blaschke!«
Da hätte er geguckt und einen Moment geschwiegen, und der Texter hätte gesagt: Sie erleben gerade, wie stark das sprechende Tier Michael Blaschke auf ein gesprochenes Wort reagiert. Nicht umsonst definiert sich der Mensch schon seit Jahrtausenden vor allem über seine Fähigkeit zu sprechen. Und das Sprechen hat immer primär mit Schall, mit Hören zu tun. Wir können also das sprechende und zuhörende Tier gleichberechtigt neben das Augentier stellen.
In die gleiche Kerbe schlagen auch Blaschkes Filme: In fast allen Filmen spielen Interviews die Hauptrolle – also sprechende Menschen. Ohne Ton, ohne Text wären diese Filme weitgehend wertlos.
Firmenfilme sind sicher ein interessantes Medium, aber kein Allheilmittel. Michael Blaschke versuchte, sie gegen die vielen Prospekte auszuspielen, die man auf der Messe mitnimmt und später fast ungelesen wegwirft. Dieses Schicksal trifft vor allem die Mehrheit der schlecht gemachten Prospekte. Doch ein ganz ähnliches Schicksal trifft vermutlich die Mehrheit der schlecht gemachten Firmenfilme. Man hat sie zwar gesehen, aber schon eine Viertelstunde später wieder komplett vergessen. Warum sollte man sich die 63. spiegelnde Marmorfassade vor blauem Himmel merken? Warum sollte man sich die 28. Automatenhand, die ihr Werkteil sicher gepackt und blitzschnell umgedreht hat, merken? Warum sollte man sich die 48. Lastwagenflotte, die dynamisch und voller Fernweh einen großen Parkplatz verziert, merken?
Was Michael Blaschke über die Werbewirkung von Firmenfilmen gesagt hat, trifft nur für die guten Firmenfilme zu. Die guten Werbeprospekte schaffen das aber auch.
Mittwoch, 5. Dezember 2007
Die abgedroschensten Zeitungs- und Internet-Bilder
| Komisch, dass Geld meist als 100-€-Schein dargestellt wird. Ich kriege immer 50-€-Scheine. |
- die Brille auf der Wirtschaftsseite der Zeitung
- Geldscheine und Münzen (mit der auf Wirtschafts- oder Finanzseiten überraschenden Botschaft: Hier geht es um Geld!)
- die Computer-Tastatur (wozu brauche ich eine Tastatur auf dem Bildschirm? Ich habe doch schon eine vor dem Bildschirm.)
Montag, 26. Februar 2007
Alte sind weder konservativ noch geizig, dafür ganz schön reich
20.7.2006 - Reife Märkte
Dank zahlreicher Erbschaften verfügen die Deutschen über 50 (die sog. Generation 50plus) über viermal so viel Vermögen wie junge Familien in Deutschland. In diesem Jahrzehnt erben die Menschen über 50 Jahre circa zwei Billionen Euro und kassieren jedes Jahr 50 Milliarden Euro an Ablaufleistungen aus Lebensversicherungen, so das Statistische Bundesamt. Dieses Geld stecken sie nicht nur in Treppenlifte und Herztropfen. Der Managementkompass Demographischer Wandel von Steria Mummert Consulting und dem F.A.Z.-Institut widerlegt gängige Vorurteile, die gegen eine Konzentration auf das Kundensegment "Ältere" angeführt werden. Wie die Forscher feststellten, haben Ältere kein signifikant geringeres Interesse an neuartigen Produkten, sie sind nicht geiziger und auch nicht markentreuer als der Durchschnitt der Bevölkerung. Sie sind also genau so empfänglich für ansprechende Werbung wie junge Leute.
Quelle
Wollen Sie an den Kuchen 'ran? Ideen dazu gibt's bei
korffTEXT - Worte, die bewegen
Dank zahlreicher Erbschaften verfügen die Deutschen über 50 (die sog. Generation 50plus) über viermal so viel Vermögen wie junge Familien in Deutschland. In diesem Jahrzehnt erben die Menschen über 50 Jahre circa zwei Billionen Euro und kassieren jedes Jahr 50 Milliarden Euro an Ablaufleistungen aus Lebensversicherungen, so das Statistische Bundesamt. Dieses Geld stecken sie nicht nur in Treppenlifte und Herztropfen. Der Managementkompass Demographischer Wandel von Steria Mummert Consulting und dem F.A.Z.-Institut widerlegt gängige Vorurteile, die gegen eine Konzentration auf das Kundensegment "Ältere" angeführt werden. Wie die Forscher feststellten, haben Ältere kein signifikant geringeres Interesse an neuartigen Produkten, sie sind nicht geiziger und auch nicht markentreuer als der Durchschnitt der Bevölkerung. Sie sind also genau so empfänglich für ansprechende Werbung wie junge Leute.
Quelle
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korffTEXT - Worte, die bewegen
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