Freitag, 18. Februar 2011

Vorsicht beim Aktualisieren von Online-Shops!

Schon viele sog. Relaunches (Aktualisierungen) von Online-Shops, die über Jahre einen Kundenstamm aufgebaut hatten, haben in die Katastrophe geführt: drastische Einbrüche bei der Konversionsrate (dem Anteil der Besucher, die am Ende etwas bestellen). Über solche Beispiele berichtet Matthias Henrici von Web Arts im Portal iBusiness.

Ursachen sind:

Samstag, 12. Februar 2011

Sei kein Mubarak! Freiheit für die Kunden!

Die Kunden-Untreue-Karte: Die Business-Querdenker Förster & Kreuz stellen den Londoner Cafetier Gwilym Davies vor, der die millionenfach abgelutschte Idee der Kunden-Treuekarte genial umgedreht hat: Wer bei acht verschiedenen Wettbewerbern einen Kaffee getrunken und sich einen Stempel geholt hat, bekommt den neunten Kaffee bei Davies umsonst. So merken sie am Ende, dass der Kaffee bei Davies eben doch am besten schmeckt.

Den Mut des Cafetiers wünsche ich meinen Website-Kunden! Ich predige seit Jahren: Lasst die Leute aus eurer Website gehen, wann sie wollen! Lasst sie externe Links im gleichen Fenster oder Tab öffnen, wie sie wollen. Sie tun es ja ohnehin. Lasst sie eure Services und Preise mit dem Wettbewerb vergleichen. Sie tun es ja ohnehin. Erleichtert euren Kunden das Leben, anstatt es ihnen zu erschweren. Wer glaubt, er könne seine Kunden weiterhin behindern oder herumkommandieren, muss schon ein Stromkonzern sein. In allen anderen Fällen ist er schief gewickelt.

Freitag, 4. Februar 2011

5 Tipps für E-Mail-Betreffzeilen

Catherine Kimmle hat für ihren Marketing-Shop-Blog recherchiert, welche Betreffzeilen von Werbe-E-Mails und Newsletters am ehesten dazu führen, dass die E-Mails geöffnet werden: Spitzenreiter sind Sonderangebote und Gratisangebote. Daraus hat sie fünf Tipps für gelungene Betreffzeilen abgeleitet:
  • Fasse dich kurz!
  • die richtigen Worte
  • Mehrwert aufzeigen
  • Personalisieren
  • Varianten testen
Die in Kimmles Grafiken verwendeten Abkürzungen EMEA und APAC stehen für die Wirtschafts-Großräume Europa-Nahost-Afrika (EMEA) und Asien-Pazifik bzw. Fernost und Australien (APAC). Allerdings glaube ich nicht, dass da wirklich jemand in Afrika, Iran, China oder Indonesien etwas gemessen hat.

Donnerstag, 3. Februar 2011

Lügen mit Zahlen - ein Buch macht Karriere

Es wird Zeit für ein bisschen Eigenlob! Das Buch "Lügen mit Zahlen - Wie wir mit Statistiken manipuliert werden" von Gerd Bosbach und mir ist am 24. Januar 2011 erschienen und wurde sogleich in der WELT, der Frankfurter Rundschau, der Berliner Zeitung, im Kölner Stadt-Anzeiger und bei WDR 3 Resonanzen besprochen und gelobt: als Beitrag zur Aufklärung und als erstaunliches Beispiel dafür, wie man ein Horrorthema wie Statistik selbst für "mathematische Blindfische" (Annette Hager) spannend, witzig und verständlich aufarbeiten kann. Aktuelle Meldungen zum Buch gibt es bei Twitter.

Kurztexte im Internet, in Formularen - klein, aber wichtig

Mein Kollege Jens Jacobsen hat in seinem Newsletter benutzerfreun.de zusammengetragen, welch ungemein große Wirkung unscheinbare Kurztexte auf Webseiten, in Formularen und Transaktions-E-Mails entfalten können. Immer wieder erstaunlich zu sehen, wie sehr ein einzelner kleiner Satz darüber entscheiden kann, ob ein Kunde sauer wird oder erfreut. Ein wichtiger Baustein im Service-Design.

Dienstag, 25. Januar 2011

10 Jahre Wikipedia: Programmierer kooperieren besser als Texter

Vor 10 Jahren, im Januar 2001, gründeten Jimmy Wales und Larry Sanger die Internet-Enzyklopädie Wikipedia (Geschichte der Wikipedia). Der Gedanke einer Internet-Enzyklopädie wurde angeblich erstmals 1993 von dem Informatiker und Bibliothekar Rick Gates diskutiert. Das Bearbeitungsprinzip eines Wiki, bei dem jeder Leser zugleich ein potenzieller Autor ist, entwickelte der Programmierer Ward Cunningham 1994. Es diente Programmierern dazu, ihre Programm-Entwürfe zu dokumentieren.

Die Wikipedia ist das größte Textprojekt aller Zeiten, an dem ich seit 2004 als Wikipedianer mitarbeite. Leider muss ich zur Schande meines Berufsstandes, der Texter und Schriftsteller, hier feststellen, dass dieses Projekt nicht von Textern, sondern von Informatikern und Programmierern erfunden und entwickelt wurde. Und das ist, so scheint mir, kein Zufall.

Montag, 24. Januar 2011

Das Buch "Lügen mit Zahlen" in Presse, Funk und Fernsehen

Bei Heyne in München erschien das Buch »Lügen mit Zahlen. Wie wir mit Statistiken manipuliert werden« von Prof. Dr. Gerd Bosbach und mir. Presse, Rundfunk und Fernsehen berichteten (u.a. Berliner Zeitung, Die Welt, Frankfurter Rundschau, Kölner Stadt-Anzeiger, MDR, RBB, WDR 3). Interviews mit mir erschienen u. a. in W&V Nr. 6 (10.2.2011), S. 47 und Telepolis 20.4.2011. Korfftext erstellte gemeinsam mit der Agentur montale eine Website mit Zahlenblog zum Buch.

Dienstag, 18. Januar 2011

Bildmotive zum Thema Netzwerk

Endlich mal was anderes als Händedrucke und Spinnennetze:

Die Bildagentur Photocase hat im Januar 2011 einen Leuchtkasten zum Allerweltsthema Netzwerk zusammengestellt - mit einigen interessanten Ideen.

Und auch die Sammlung zum Allerweltsthema Reisen ist spannend anzuschauen.

Montag, 6. Dezember 2010

Senioren zahlen prompt

Der Karlsruher Malermeister Werner Deck hat sich auf ältere Kunden spezialisiert, weil die in der Regel die Rechnung prompt bezahlen. Und er hat sich allerlei hübsche, effiziente Kleinigkeiten einfallen lassen, um seinen Kunden im Gedächtnis zu bleiben und von ihnen weiterempfohlen zu werden. Außerdem verschickt er wirksame Werbebriefe, macht wirksame Anzeigenwerbung, twittert und bloggt. Das erzählt er im Interview mit den Marketingberatern Förster & Kreuz.

Freitag, 12. November 2010

Bitte keine Furz-Apps mehr! Und keine Ungen, Heiten und Keiten!

Die Marketing-Coaches Förster & Kreuz haben ein schönes Kontrastbeispiel zum geschäftsüblichen Kanzleideutsch gefunden: „Wir haben im App Store mehr als 25.000 Apps. Wir brauchen keine Furz-Apps mehr. Wenn deine App nichts Nützliches kann oder nicht in irgendeiner Form dauerhafte Unterhaltung bietet, wird sie möglicherweise nicht zugelassen.“

Förster & Kreuz sagen es: "Eine klare Sprache ist der Schlüssel. Denn Sprache bestimmt das Denken: Eine klare Sprache mündet letztlich in klare Produkte, klares Design und klare Botschaften. Und daraus wird klarer Erfolg."

So ist es. Doch was hält so viele davon ab?

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Sprechen Sie Bahnhof?

Auch dies ist ein Text- und Usability-Problem!

Szene aus Jacques Tatis Film: "Les vacances de Monsieur Hulot" ("Die Ferien des Monsieur Hulot", 1953)

Wenn Sie sicher gehen wollen, dass Ihre Durchsage von niemandem verstanden wird, müssen Sie Folgendes tun:

Montag, 13. September 2010

Wir lesen noch - und sei es im Internet

Jens Jessen kritisierte in der ZEIT (23.7.2010) die üblichen kulturpessimistischen Meldungen über den angeblichen Niedergang der Schriftkultur. Sie übersehen meist, dass die Leute auch im Internet vor allem eines tun: Texte lesen. Jessen, bezogen z. B. auf YouTube-, flickr-Kommentare:
Im Internet läuft, neben anderem, auch ein großer Transmissionsriemen, der unablässig Bilder und Töne in Texte übersetzt.