Samstag, 4. Januar 2014

Hilfreiche Untersuchung zur App-Ökonomie (App Economy)

Die amerikanischen App-Forscher von Flurry haben 2012 die App-Kategorien des Apple-App-Store in vier Quadranten eingeteilt, je nachdem wie oft und wie lange sie genutzt werden. Danach sollte sich das jeweilige Finanzierungsmodell ausrichten.


  • Kommunikations- und Nachrichten-Apps stehen im I. Quadranten. Das bedeutet, sie werden häufig, d. h. intensiv genutzt (5-9 Mal pro Woche), und viele Nutzer (35-55 %) bleiben 90 Tage und länger dabei. 
  • Musik-Streamingdienste, soziale Spiele, Dating und soziale Netzwerke stehen im II. Quadranten: Sie werden zwar intensiv genutzt, aber nur für begrenzte Zeit.
  • Foto-, Gesundheits-, Bildungs- und Personalisierungs-Apps stehen im III. Quadranten: Sie werden nicht intensiv genutzt und auch nur für begrenzte Zeit (z. B. nur einmal, um eine Benutzeroberfläche zu personalisieren).
  • Sportergebnis-, Wetter-, Einzelspiele- oder Reise-Apps, Banking-Apps und Empfehlungsportale stehen im IV.Quadranten: Sie werden nicht so intensiv genutzt, dafür aber über längere Zeiträume. Typisches Beispiel: Reise-Apps, die nur dann genutzt werden, wenn man eine Reise plant. Viele Nutzer halten solche Apps langfristig vor.
Je nachdem, in welchem Quadranten sich eine App befindet, sollte die Finanzierung passend organisiert werden. Die Quadranten I und IV, also intensiv genutzte Apps, eignen sich am besten für Abos und Werbefinanzierung. Die Quadranten II und III, also wenig intensiv genutzte Apps, sollten durch einmalige Download-Gebühren finanziert werden. Die Quadranten II und IV, also kurzfristig intensiv genutzte und langfristig sporadisch genutzte Apps, eignen sich am besten für Verkaufsmodelle innerhalb der App. Gutes Beispiel sind soziale Spiele, die ihren Nutzern Ausstattungsdetails verkaufen, oder Streamingdienste.