Die Mörder meinen dich und mich. Dieses Gefühl hatte ich bereits bei den Bomben auf die Friedensdemonstration in Ankara am 10. Oktober.
Wir erfahren gerade, was unsere hart erkämpfte Freiheit wert ist.
Wie vereinigen wir Friedfertigkeit und Widerstand gegen die drohende Tyrannei?
Fabian Federl betont im Tagesspiegel den Aspekt, dass die Mörder nicht "unsere (westliche) Kultur", sondern die menschliche Kultur überhaupt angegriffen haben. Dass man Musik hört, tanzt und einen trinken geht, ist keine abendländische Erfindung.
Noch eine Anmerkung zur Macht der Worte:
Warum gerade das Bataclan? Es ist benannt nach der Operette Ba-ta-clan von Jacques Offenbach und Ludovic Halévy; beide waren jüdischer Konfession oder Herkunft. Das moderne Bataclan gehörte Juden und stand in der Kritik wegen Veranstaltungen, die manche als proisraelisch werteten. Auch die Gruppe "Eagles of Death Metal", die dort spielte, war in Israel aufgetreten und hatte sich israelfreundlich geäußert. Zu diesen Bezügen (auch kritisch) schreiben Lisas Welt und publikative.org.
Man kann die historische und begriffliche Spurensuche noch weiter treiben: Das Bataclan steht am Boulevard Voltaire. Eine der angegriffenen Kneipen hieß "Comptoir Voltaire". Der Aufklärer Voltaire war den fanatischen Katholiken des 19. Jahrhunderts besonders verhasst wegen seiner scharfen Kritik an den Dogmen der katholischen Kirche. Auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass den Mördern alle diese Bezüge klar waren, haben sie mit Paris auf jeden Fall die Stadt ausgewählt, in der es von Zusammenhängen dieser Art wimmelt.
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Montag, 16. November 2015
Dienstag, 13. Januar 2015
Strategien wirksam machen durch gute Texte
Oft scheitern Unternehmensstrategien daran, dass sie innerhalb der Firma nicht richtig kommunizieren werden. Darüber schreibt der Dr. Jürgen Fleig in seinem Artikel „Strategien einfach und verständlich kommunizieren“.
Dienstag, 25. Januar 2011
10 Jahre Wikipedia: Programmierer kooperieren besser als Texter
Vor 10 Jahren, im Januar 2001, gründeten Jimmy Wales und Larry Sanger die Internet-Enzyklopädie Wikipedia (Geschichte der Wikipedia). Der Gedanke einer Internet-Enzyklopädie wurde angeblich erstmals 1993 von dem Informatiker und Bibliothekar Rick Gates diskutiert. Das Bearbeitungsprinzip eines Wiki, bei dem jeder Leser zugleich ein potenzieller Autor ist, entwickelte der Programmierer Ward Cunningham 1994. Es diente Programmierern dazu, ihre Programm-Entwürfe zu dokumentieren.
Die Wikipedia ist das größte Textprojekt aller Zeiten, an dem ich seit 2004 als Wikipedianer mitarbeite. Leider muss ich zur Schande meines Berufsstandes, der Texter und Schriftsteller, hier feststellen, dass dieses Projekt nicht von Textern, sondern von Informatikern und Programmierern erfunden und entwickelt wurde. Und das ist, so scheint mir, kein Zufall.
Die Wikipedia ist das größte Textprojekt aller Zeiten, an dem ich seit 2004 als Wikipedianer mitarbeite. Leider muss ich zur Schande meines Berufsstandes, der Texter und Schriftsteller, hier feststellen, dass dieses Projekt nicht von Textern, sondern von Informatikern und Programmierern erfunden und entwickelt wurde. Und das ist, so scheint mir, kein Zufall.
Freitag, 7. Mai 2010
Jeremy Rifkin: Kooperation schlägt Konkurrenz
Der usamische Vordenker Jeremy Rifkin sagt in seinem Buch „Die empathische Zivilisation – Wege zu einem globalen Bewusstsein“: Die von Empathie geprägten friedlichen Zeiten überwiegen in der Menschheitsgeschichte. Kooperation siegt letztlich über Konkurrenz. Das vom Geist einer monströsen Plünderung geprägte Industriezeitalter ist vorbei. Aber die Verteidiger des alten Denkens dominieren leider immer noch in den Konzernführungen und Regierungen. Hier ein Interview der Marketing-Vordenkerin Anja Förster mit dem "wandelnden Thinktank".
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