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Donnerstag, 24. Januar 2019

Satzbau und Storytelling leicht gemacht

Schreiben fürs Web, werbliche Ansprache – das alles können Sie lernen und optimieren. Und zwar bei mir: in einem Tagesseminar Satzbau plus in Ihrem Unternehmen. Zum Schnäppchenpreis von 290 Euro. Als kleine Kostprobe bekommen Sie hier schon mal vier Tipps: Lebendige Sätze, eine packende Story, Texte fürs Web, mehr Werbewirkung.


Donnerstag, 6. Dezember 2018

Deutscher Mobilitätspreis für CountryCab Nordlippe

Die Landeseisenbahn Lippe hat beim Deutschen Mobilitätspreis im "Land der Ideen" den 1. Preis gewonnen für ihr Projekt CountryCab. Mit einer Wortmarke von korffTEXT! Das Storytelling dafür stammt ebenfalls von korffTEXT und war auf Smart Railway Lippe zu sehen. Auszüge:

Montag, 20. November 2017

Gute Sätze 1: Geschwurbel eines Regionalentwicklers glatt gezogen


Die Textwelt ist voller Geschwurbel. Geschwurbel sind Texte, 

  • die so formuliert sind, dass sie möglichst niemand liest,
  • die dem Kopf richtig weh tun, wenn er gezwungen wird, sie doch zu lesen,
  • in denen ein Wichtigtuer sich wichtig tut, ohne den Lesern substanzielles Wissen zu vermitteln.
Es ist recht einfach, solche Texte glatt zu ziehen und in lebendiges Deutsch zu verwandeln. Dafür gibt es sogar Regeln. 

Montag, 23. November 2015

Macht der Worte: Eurokrise und Staatsschuldenkrise

Der Schweizer Journalist Constantin Seibt hat im Juli 2015 ein erschreckend erfolgreiches Beispiel für die Macht der Worte aufgezeigt: Die 2007 entstandene Finanzmarktkrise wurde 2010 besonders im deutschsprachigen Raum von zahllosen Medien, Politikern und Experten regelrecht umgetauft: Aus der Finanzmarkt- oder Bankenkrise – ich erinnere an Fannie Mae, Freddie Mac, Lehman Brothers, Hypo Real Estate – wurde, simsalabim! die Eurokrise und daraus ganz schnell die Staatsschuldenkrise. Das Treiben der Bankvorstände verschwand aus dem Fokus der Öffentlichkeit; als Krisenverursacher Nummer eins galten nun plötzlich die hohen Gehälter griechischer Lehrer, Krankenschwestern und Polizisten.

Mittwoch, 21. Januar 2015

Slogometer 2014: Die häufigsten Wörter in Werbeslogans

"Mehr", "Leben", "Einfach", "Your" und "Sie" - Dies sind die häufigsten Begriffe des Jahres 2014 in den Werbeslogans im deutschsprachigen Raum. Das Ranking basiert auf der aktuellen Statistik der Slogans.de Datenbank. Es ermöglicht einen interessanten Einblick in die Trends der Werbesprache und Markenpositionierung. Über 160.000 Werbeslogans und ihre zugehörigen Marken sind in der Slogans.de Datenbank aktuell erfasst und recherchierbar. Im zugehörigen Slogometer, dem "Ranking der Werbesprache", werden die statistisch häufigsten Wörter der Slogans sichtbar, und zwar auf Basis der Neueinführungen im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich und Schweiz), als freistehende Wörter ohne Artikel usw. 

Montag, 28. Juli 2014

Macht der Worte: "Weibliche" Hurrikane töten mehr Menschen als "männliche"

In USA werden Hurrikane abwechselnd mit männlichen und weiblichen Vornamen versehen. Das soll u.a. dazu dienen, die Bewohner der bedrohten Gebiete effektiver zu warnen. Doch amerikanische Forscher haben festgestellt, dass Hurrikane mit weiblichen Vornamen im Schnitt mehr Todesopfer fordern als gleich starke Hurrikane mit männlichen Vornamen - sogar rund dreimal mehr. Die Ursache liegt offenbar darin, dass die Menschen Hurrikane mit weiblichen Vornamen nicht ernst genug nehmen und sich oft nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen, wenn eine tödliche "Sandy" naht. So ein Bericht in Bild der Wissenschaft.

Freitag, 25. Juli 2014

Britische Luftwaffe straft Denglisch-Schreiber

Der britische Übersetzer Robert Compton spießt in babbel.com denglische Begriffe wie "Public Viewing", "Wellness", "Shooting" und "Old-Timer" auf. Wenn jemand mit dem Oldtimer vom (Foto-)Shooting zum Public Viewing fährt, denkt der Brite, jemand fährt mit einem alten Hasen von einer Schießerei zur Aufbahrung einer Leiche. Denglisch scheint ungewollt makaber zu sein. Und - Überraschung: Ein "Beamer", den wir früher Projektor genannt haben, ist auf Englisch keineswegs ein beamer, sondern - a projector.

Dienstag, 15. April 2014

Wort der Woche (4): Cheers for Fears

Heute mal was Englisches - das ist ja auch eine sehr schöne Sprache!
Die Initiative Cheers For Fears (wörtlich: "Jubel für Ängste") wurde im Sommer 2013 von Studierenden und Akteuren der NRW-Theaterszene gegründet, um sich über künstlerische Arbeitsweisen auszutauschen. Im März 2014 fand unter dem gleichen Titel ein Festival im Mülheimer Ringlokschuppen statt, auf dem junge Theaterkünstlerinnen und -ler der Folkwang-Hochschule Essen und der Ruhr-Uni Bochum Arbeiten ausstellten.
Aus Textersicht ein ziemlich genialer Titel, denn er vereint gleich vier klassische Redefiguren in nur drei Silben:

Freitag, 20. Dezember 2013

Wort der Woche (3): Parke

Sprachwissenschaftler der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und anderer Akademien haben im November 2013 einen Bericht zur Lage der deutschen Sprache vorgelegt - hier ein Tagesspiegel-Bericht dazu. Ein wichtiges Ergebnis daraus: Die meisten Anglizismen bereichern die deutsche Sprache eher, als dass sie sie verschandelten oder gefährdeten. Ein Beispiel dafür ist der eingedeutschte Plural des ursprünglich englischen Wortes "Park": Parke.

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Heute mal was Neues: Produktseiten linguistisch überprüfen

Eine Idee von korffTEXT (Newsletter, Dezember 2013) 

Überprüfen Sie, ob Ihre Produktseiten

  • die Suchwörter, die Ihre Kunden benutzen, deutlich genug aufgreifen,
  • leicht überfliegbar sind,
  • Produktrecherchen unterstützen,
  • verständlich genug formuliert sind.
In diesen Fragen sind Sie nicht mehr länger auf subjektive Einschätzungen angewiesen.

Mittwoch, 21. August 2013

Wort der Woche (2): Leider geil

Autos, Hibbeln, Strom, Versacken, Hackfleisch, Flatscreen auf Pump, Sneakers aus Kinderarbeit – alle diese Laster des frühen 21. Jahrhunderts sind „leider geil“, behauptet die Hamburger Hip-Hop-Gruppe »Deichkind«. Damit prägte sie 2012 mit ihrem gleichnamigen Lied das Doppelwort, das das Zeug hat, zum geflügelten Wort, zur Redensart zu werden. Inzwischen prangt es schon auf Werbeplakaten für eine Kölner Biermarke.

Donnerstag, 20. Juni 2013

Wort der Woche (1): Maschenprotest

Gestern im Gespräch zum ersten Mal gehört, heute im Internet nachgesehen und beinahe nicht gefunden: das brandneue Wortspiel Maschenprotest. Gemeint sind gemeinsame Strick- und Häkel-Aktionen unter freiem Himmel, bei denen z. B. ein riesiger Teppich gegen Fluglärm entstand - so 2012 in Offenbach. In Bielefeld organisieren die Verteidiger des geschlossenen Freibads Gadderbaum einen Maschenprotest, um die Wiedereröffnung des Freibads durchzusetzen. - Doch das Phänomen gibt es schon etwas länger: Anstelle von Sprühlack-Graffiti verschönern anonyme (vermutlich überwiegend) Frauen öffentliche Denkmäler, Zäune, Laternen u. ä. mit bunten, gehäkelten oder gestrickten Hauben, Schals und Hosen. Wie heißt das eigentlich, wenn es kein Protest ist?

Die Antwort von Sabine Behle: Es heißt Guerilla-Knitting (Guerilla-Stricken) oder Strickismus. Das heißt: Letzteres ist wohl auch in der Regel als Protest gemeint.

Freitag, 28. Dezember 2012

Die heimliche Wirkung der Lästerworte

Über Kunden zu lästern, scheint eine Versuchung zu sein, der viele Mitarbeiter mit Kundenkontakt kaum widerstehen können. Wie es sich auf den eigenen Service auswirkt, wenn die Kellner von Ausflugslokalen die Ankunft eines Reisebusses vor dem Lokal als "Urnenöffnung" bezeichnen, wenn ein Verkäufer seine Kunden intern "Rosinenpicker" nennt, wenn Bankmitarbeiter ihre Kunden pauschal als "Risiken" klassifizieren, oder wenn Marktforscher Kunden mit Sonderwünschen und Zusatzfragen als "Terroristen" zur Fahndung ausschreiben, hat die Marketing-Beraterin Anne Schüller in business-wissen.de beobachtet. Ein Beitrag zum Thema "die Macht der Worte".

Freitag, 10. August 2012

Eine Software hilft gegen Kanzleideutsch

Kann man Kanzleideutsch mit einer Software bekämpfen? Ja, das geht. Viele amtliche Mitteilungen quälen ihre Leserinnen und Leser mit unübersichtlichen Schachtelsätzen, Passivkonstruktionen, zusammengesetzten Substantiven, Adjektiv- und Genitiv-Häufungen. Das Programm LinguLab erkennt die meisten Mängel solcher Texte. Mein Gastbeitrag auf Lingulab.de

Mittwoch, 8. August 2012

Psychologen untersuchen die Macht der Worte

Auf die Macht der Worte wies der amerikanische Psychologe Daniel Kahneman in einem Gespräch mit dem SPIEGEL hin (Ausgabe 21/2012). Sie wurde in psychologischen Experimenten nachgewiesen. Allerdings pflegen die Psychologen offenbar weiterhin das merkwürdige Missverständnis, unsere Gefühle und unsere Intuition aus unserem »bewussten Ich« auszuklammern.

Montag, 4. Juni 2012

Der Texter und die Textmaschine – Protokoll einer Begegnung

Die Stuttgarter Unternehmen LinguLab bietet eine von Linguisten entwickelte Software an, die Texte automatisch daraufhin testet, ob sie  benutzerfreundliche Webtexte sind. Was dahinter steckt, wollte ich als Webtexter wissen. Kann die Software nicht etwa ersetzen? Pfuscht sie mir ins Handwerk? Oder kann ich sie selber für mein Geschäft einsetzen?
Als professioneller Webtexter bin ich natürlich davon überzeugt , dass meine individuelle Dienstleistung unentbehrlich ist. Und war entsprechend skeptisch gegenüber LinguLab. Als aktiver Mitstreiter des Texterverbandes fühlte ich mich verpflichtet, der Sache auf den Grund zu gehen. Ich meldete mich also im März 2012 als pro Benutzer bei www.Lingulab.de an. Die Anmeldeprozedur war unübersichtlich und ließ die Frage ungeklärt, ob ich mich für sieben oder 30 Tage kostenlos angemeldet hatte. Egal! Dafür ist die Benutzung der Programmoberfläche intuitiv und schnell zu erlernen.

Sonntag, 29. Januar 2012

Eine Quelle des Denglischen: die deutsche Angst vor Metaphern

Am 24.9.2011 sagte ein Radiojournalist in WDR 3: "Beirut, getrennt durch die green line, die so genannte grüne Linie..."
Warum übernahm er die Metapher, als er sie auf Englisch zitierte, und distanzierte sich davon, als er sie wörtlich ins Deutsche übersetzte? Warum können englische Journalisten eine Grenze einfach "grüne Linie" (green line) nennen (wohl weil sie mal jemand auf einem Stadtplan mit grünem Stift eingezeichnet hat), deutsche aber nicht? 
Die deutsche Furcht vor einfachen, griffigen Metaphern - und die englische Liebe zu einfachen, griffigen Metaphern - dürfte eine wichtige Quelle für das Phänomen "Denglisch" sein. Denn sie führt dazu, dass solche Metaphern nicht ins Deutsche übersetzt werden.

Freitag, 20. Januar 2012

Positive Wörter überwiegen stark

Zumindest im englischen Texten kommen viel mehr positiv wertende als negativ wertende Wörter vor. Auch wenn die Grundaussage eines Satzes negativ ist, verwendet man meist eher positiv gefärbte Wörter. Das haben amerikanische Sprachwissenschaftler in einer interessanten Untersuchung anhand von sehr vielen Texten der New York Times, aus Büchern bei Google Books, aus Musiktexten und aus twitter-Meldungen nachgewiesen. Als Ursache vermuten sie, dass Sprache grundsätzlich der pro-sozialen Kommunikation dient.

Mittwoch, 7. April 2010

Macht das Sinn? Ja, das macht Sinn

Joachim Graf hat in seinem empfehlenswert hintergründigen Internet- und Marketing-Journal ibusiness die "26 nervigsten Wort-Hülsenfrüchte in Internet- und Social-Media-Präsentationen" aufgespießt (Originalbeitrag im Premiumbereich; auf Anfrage bei mir erhältlich).

Darunter findet sich auf Position 2 auch die beliebte Formulierung "Das macht Sinn" (direkt übersetzt aus dem Englischen: "that makes sense"). Für diese Floskel, die Sprachpuristen immer wieder angreifen, will hier eine Lanze brechen. Nicht alles, was direkt aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt wird, ist schlecht. Dieser Ausdruck macht in meinen Augen wirklich Sinn, weil er besser als der ursprüngliche deutsche Ausdruck "Das ist sinnvoll" darauf eingeht, dass Sinn durch bestimmte Maßnahmen gezielt erzeugt wird. Der kurze, knackige Dreisilber (so was ist klassisch eigentlich immer gut) nimmt nicht nur das normativ und apodiktisch angehauchte Präsens "Das ist sinnvoll" auf, sondern auch die Prognose: "Das wird sich als sinnvoll erweisen."