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Freitag, 8. Oktober 2021

Erkenntnisphilosophie: Website zum Buch online

 Rainer Dyckerhoff hat 2021 ein Buch über Erkenntnisphilosophie veröffentlicht. Die neue Website www.erkenntnisphilosophie.de geht wie das Buch der Frage nach, wie Erkenntnis funktioniert. Dabei spielen Wahrnehmung, Denken und Begriffsbildung die zentrale Rolle. Die Gedanken des Autors über verstehendes Miterleben als Teil des Erkenntnisprozesses sind vielleicht besonders lebensnah. korfftext erstellte die Website auf Basis von Wordpress im Auftrag des Autors, der selber viele Inhalte beisteuerte. 

Montag, 16. November 2015

Liberté, égalité, fraternité! Vive la vie!

Die Mörder meinen dich und mich. Dieses Gefühl hatte ich bereits bei den Bomben auf die Friedensdemonstration in Ankara am 10. Oktober.
Wir erfahren gerade, was unsere hart erkämpfte Freiheit wert ist.
Wie vereinigen wir Friedfertigkeit und Widerstand gegen die drohende Tyrannei?

Fabian Federl betont im Tagesspiegel den Aspekt, dass die Mörder nicht "unsere (westliche) Kultur", sondern die menschliche Kultur überhaupt angegriffen haben. Dass man Musik hört, tanzt und einen trinken geht, ist keine abendländische Erfindung.

Noch eine Anmerkung zur Macht der Worte:
Warum gerade das Bataclan? Es ist benannt nach der Operette Ba-ta-clan von Jacques Offenbach und Ludovic Halévy; beide waren jüdischer Konfession oder Herkunft. Das moderne Bataclan gehörte Juden und stand in der Kritik wegen Veranstaltungen, die manche als proisraelisch werteten. Auch die Gruppe "Eagles of Death Metal", die dort spielte, war in Israel aufgetreten und hatte sich israelfreundlich geäußert. Zu diesen Bezügen (auch kritisch) schreiben Lisas Welt und publikative.org.
Man kann die historische und begriffliche Spurensuche noch weiter treiben: Das Bataclan steht am Boulevard Voltaire. Eine der angegriffenen Kneipen hieß "Comptoir Voltaire". Der Aufklärer Voltaire war den fanatischen Katholiken des 19. Jahrhunderts besonders verhasst wegen seiner scharfen Kritik an den Dogmen der katholischen Kirche. Auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass den Mördern alle diese Bezüge klar waren, haben sie mit Paris auf jeden Fall die Stadt ausgewählt, in der es von Zusammenhängen dieser Art wimmelt.

Dienstag, 25. Januar 2011

10 Jahre Wikipedia: Programmierer kooperieren besser als Texter

Vor 10 Jahren, im Januar 2001, gründeten Jimmy Wales und Larry Sanger die Internet-Enzyklopädie Wikipedia (Geschichte der Wikipedia). Der Gedanke einer Internet-Enzyklopädie wurde angeblich erstmals 1993 von dem Informatiker und Bibliothekar Rick Gates diskutiert. Das Bearbeitungsprinzip eines Wiki, bei dem jeder Leser zugleich ein potenzieller Autor ist, entwickelte der Programmierer Ward Cunningham 1994. Es diente Programmierern dazu, ihre Programm-Entwürfe zu dokumentieren.

Die Wikipedia ist das größte Textprojekt aller Zeiten, an dem ich seit 2004 als Wikipedianer mitarbeite. Leider muss ich zur Schande meines Berufsstandes, der Texter und Schriftsteller, hier feststellen, dass dieses Projekt nicht von Textern, sondern von Informatikern und Programmierern erfunden und entwickelt wurde. Und das ist, so scheint mir, kein Zufall.

Dienstag, 16. September 2008

Fragen, Antworten, Bewerten, Bearbeiten

Die usamischen Programmierer Jeff Atwood und Joel Spolsky haben mit Stack Overflow ein interessantes Produkt gestartet, das ein typisches Internet-Problem in den Griff kriegen soll: Nützliche Antworten auf Fragen (z. B. in Foren) gehen oft unter in einem Wust unbrauchbarer Textfragmente. Bei Stack Overlow können Programmierer spezifische Fragen stellen, und andere beantworten die Fragen. Die übrigen Nutzer bewerten die Antworten, wodurch die nützlichsten nach oben kommen wie bei Google. Gleichzeitig kann man die Antworten bearbeiten wie in einem Wiki und so z. B. eine in der Diskussion zerrissene Antwort bzw. Lösung zusammenfügen oder die Antwort an neuere Verhältnisse anpassen. Spolsky erklärt das Ganze hier.
Liebe Programmierer! Mich würde brennend interessieren, ob das funktioniert.