Mittwoch, 17. Dezember 2014

Namen und Projektskizzen, die Geld locker machen

Eine Idee von korffTEXT (Newsletter, November 2014)

»Das Zwitschern der Bäume« 2014 und »Teuto ohne Auto« 2005 – das waren zwei Beispiele für ungewöhnliche Umweltprojekte mit kulturellem Anspruch, die dank Geld aus Sponsorenbudgets und Sonderetats den Sprung aus der Powerpointwelt in die erlebte Wirklichkeit geschafft haben. In beiden Fällen war korfftext schon im Vorfeld mit Ideen, einem schlagkräftigen Namen und mit lebendigen, mitreißenden Projektskizzen maßgeblich am Erfolg beteiligt. In beiden Fällen jeweils gemeinsam mit einer Werbeagentur (montale 2014, Crossmedia Design 2005). In beiden Fällen mussten wir die Projekte komplett von Null auf entwickeln, Mitstreiter finden und sie politisch durchsetzen – hier über den BUND Bielefeld und den BUND NRW

Freitag, 12. Dezember 2014

Responsive Webseiten mit Akkordeon-Menüs werfen lösbare Probleme auf

Die Modewelle des "responsiven Designs" hat dazu geführt, dass viele Webseiten jetzt auch am großen PC-Bildschirm so aussehen, als würde man sie am Smartphone lesen. Ein Beispiel ist die Akkordeon-Technik bei der Darstellung komplexer Inhalte: Beim Öffnen einer Seite sind nur Zusammenfassungen zu lesen. Alle Details sind im "Akkordeon" versteckt und öffnen sich nur auf Klick. Das ist problematisch, wenn Besucher alle Details überblicken wollen.


Dienstag, 30. September 2014

Viele Social-Media-Meldungen versprechen zu viel

Der amerikanische Texter Nick Usborne geht in seinem aktuellen Blogbeitrag auf das Problem ein, dass Meldungen in Google+ und anderen sozialen Medien einen großartigen Artikel versprechen, der das Geschäft der Leser nachhaltig verändern wird usw. Doch wenn man den Artikel anklickt, kommt nur altbekanntes, mittelmäßiges Zeug. Usborne: Das ist schlecht, weil darunter das Renommee der Marke leidet.

Dienstag, 23. September 2014

Tod dem Kanzleideutsch! Praxisbeispiel Finanzamt

Gerade habe ich meinem Finanzamt einen Brief geschrieben. Der Anlass war ein Brief des Finanzamts mit dem Betreff: Übermittlung der Umsatzsteuer-Voranmeldungen und Entrichtung der Umsatzsteuer-Vorauszahlungen. Hier der Wortlaut meines Briefes, der, nebenbei, die Größe meines Geschäfts erahnen lässt.

Montag, 28. Juli 2014

Macht der Worte: "Weibliche" Hurrikane töten mehr Menschen als "männliche"

In USA werden Hurrikane abwechselnd mit männlichen und weiblichen Vornamen versehen. Das soll u.a. dazu dienen, die Bewohner der bedrohten Gebiete effektiver zu warnen. Doch amerikanische Forscher haben festgestellt, dass Hurrikane mit weiblichen Vornamen im Schnitt mehr Todesopfer fordern als gleich starke Hurrikane mit männlichen Vornamen - sogar rund dreimal mehr. Die Ursache liegt offenbar darin, dass die Menschen Hurrikane mit weiblichen Vornamen nicht ernst genug nehmen und sich oft nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen, wenn eine tödliche "Sandy" naht. So ein Bericht in Bild der Wissenschaft.

Freitag, 25. Juli 2014

Britische Luftwaffe straft Denglisch-Schreiber

Der britische Übersetzer Robert Compton spießt in babbel.com denglische Begriffe wie "Public Viewing", "Wellness", "Shooting" und "Old-Timer" auf. Wenn jemand mit dem Oldtimer vom (Foto-)Shooting zum Public Viewing fährt, denkt der Brite, jemand fährt mit einem alten Hasen von einer Schießerei zur Aufbahrung einer Leiche. Denglisch scheint ungewollt makaber zu sein. Und - Überraschung: Ein "Beamer", den wir früher Projektor genannt haben, ist auf Englisch keineswegs ein beamer, sondern - a projector.

Donnerstag, 24. Juli 2014

Ist Werbung in Transaktions-E-Mails zulässig?

Im Online-Shopping entstehen häufig Transaktions-E-Mails: automatische Bestellbestätigungen, Versandbestätigungen, Online-Rechnungen. Den Marketern blieb nicht lange verborgen, dass sich solche Mails gut für Werbebotschaften eignen - etwa um dem Kunden weitere, ähnliche Produkte anzubieten wie das bestellte (Cross-Selling) oder ein höherwertiges Produkt (Up-Selling). Ist das eigentlich rechtlich zulässig?

Freitag, 18. Juli 2014

Geschichten erzählen als Management-Technik

Die Unternehmensberater Anja Förster und Peter Kreuz erzählen in ihrem Blog die Geschichte von einem mittelständischen Unternehmer, der es in seinem Unternehmen zur Sitte gemacht hat, dass Geschichten von praktischen Alltags-Heldentaten im Betrieb gesammelt und - auch als Video - publik gemacht werden. Wie die Geschichte eines Mitarbeiters, der, als ein Kunde über seinen leeren Handy-Akku und das fehlende Ladekabel geklagt hatte, einfach losgefahren war, um ein passendes Kabel zu besorgen. Solche Geschichten sind es, die Stolz auf das Unternehmen oder die Institution entstehen lassen, die man mitgestaltet.

Mittwoch, 14. Mai 2014

Tipps für wirksame Überschriften,

die sowohl Google als auch die Leser beeindrucken, liefert Kollege Jens Jacobsen in seinem Newsletter-Blog benutzerfreun.de: Perfekte Überschriften für SEO und Leser. Es geht z. B. um Nutzen und Risiken von Linkbaits (Köderworten), positive Wednungen, die Risiken des Humors oder die Frage, ob man die Überschrift zuerst oder zuletzt schreiben soll.

Montag, 5. Mai 2014

Journalisten kennen keine Vergangenheit und Zukunft

Deutsch könnte so einfach sein...
Wenn man z. B. über Dinge, die vergangen sind, im Tempus der Vergangenheit (Perfekt oder Präteritum) schriebe; über Dinge, die gegenwärtig sind, im Tempus der Gegenwart (Präsens); über Dinge, die in der Zukunft liegen, im Tempus der Zukunft (Futur). Zu diesem Zweck, möchte ich meinen, sind die Tempora, die Zeitformen der Grammatik, einstmals erfunden worden. Und wenn wir uns unterhalten, halten wir uns auch fast immer daran. Nur wenn Journalisten zu schreiben anfangen, sieht die Welt plötzlich anders aus. 

Donnerstag, 17. April 2014

Heute mal was Neues: Ostergedicht mit Triller

Ein Gruß von korffTEXT (Newsletter, April 2014)

Als kleinen Ostergruß habe ich Ihnen wieder eines meiner Lieblingsgedichte von Christian Morgenstern aufgesagt. Es geht um das Schöne. Hier können Sie das Schmankerl aus der Wolke holen und goutieren.
Unten folgt der Text - aber es wirkt besser, wenn Sie zuerst zuhören.
Frohe Ostertage wünscht Ihnen
Ihr Jens Jürgen Korff aus der Texterei

Dienstag, 15. April 2014

Wort der Woche (4): Cheers for Fears

Heute mal was Englisches - das ist ja auch eine sehr schöne Sprache!
Die Initiative Cheers For Fears (wörtlich: "Jubel für Ängste") wurde im Sommer 2013 von Studierenden und Akteuren der NRW-Theaterszene gegründet, um sich über künstlerische Arbeitsweisen auszutauschen. Im März 2014 fand unter dem gleichen Titel ein Festival im Mülheimer Ringlokschuppen statt, auf dem junge Theaterkünstlerinnen und -ler der Folkwang-Hochschule Essen und der Ruhr-Uni Bochum Arbeiten ausstellten.
Aus Textersicht ein ziemlich genialer Titel, denn er vereint gleich vier klassische Redefiguren in nur drei Silben:

Dienstag, 4. Februar 2014

Streit um Urheberrechte: Google Books darf alte Bücher einscannen

Nach jahrelangem Rechtsstreit zwischen amerikanischen Autoren und Google hat ein Gericht entschieden, dass der Service Google Books nicht gegen die Urheberrechte der Autoren verstößt. Google darf also alte Bücher in Bibliotheken einscannen, die Texte für die Google-Suche zugänglich machen und Auszüge aus den Büchern den Lesern präsentieren. Der Richter begründete das so: „Es beschleunigt die Fortschritte in Kunst und Wissenschaft, während es gleichzeitig die Rechte von Autoren und anderen Kreativen berücksichtigt..." Dadurch, dass sich die Werke auffinden ließen, öffneten sich für Autoren und Verlage neue Einnahmequellen. Alte Bücher würden vor dem Vergessen bewahrt. „Die ganze Gesellschaft profitiert.“ Mehr dazu in der taz vom 15.11.2013

Samstag, 4. Januar 2014