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Montag, 23. November 2015

Macht der Worte: Eurokrise und Staatsschuldenkrise

Der Schweizer Journalist Constantin Seibt hat im Juli 2015 ein erschreckend erfolgreiches Beispiel für die Macht der Worte aufgezeigt: Die 2007 entstandene Finanzmarktkrise wurde 2010 besonders im deutschsprachigen Raum von zahllosen Medien, Politikern und Experten regelrecht umgetauft: Aus der Finanzmarkt- oder Bankenkrise – ich erinnere an Fannie Mae, Freddie Mac, Lehman Brothers, Hypo Real Estate – wurde, simsalabim! die Eurokrise und daraus ganz schnell die Staatsschuldenkrise. Das Treiben der Bankvorstände verschwand aus dem Fokus der Öffentlichkeit; als Krisenverursacher Nummer eins galten nun plötzlich die hohen Gehälter griechischer Lehrer, Krankenschwestern und Polizisten.

Donnerstag, 12. Januar 2012

Online-Banking auf Bönnsch

Die Bonner Sparkasse bietet ihr Online-Banking auch auf Bönnsch und auf Kölsch an - mit witzigen Warnungen wie: „Opjepass: Sonst sin de Nüsele fott.“ Bericht bei Fit for Usability. Wer hätte das gedacht, dass man sogar hässliches Bankdeutsch einbönnschen kann: „Ömbochung“, „Dueropdraach“, „Lassschreff“... Sofort hört sich das charmant an.

Aber so richtig fluppen würde das wohl erst, wenn die Dialoge gesprochen würden und man das hören könnte. Geschriebener Dialekt sieht ja doch immer ein bisschen seltsam aus.