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Montag, 20. November 2017

Gute Sätze 1: Geschwurbel eines Regionalentwicklers glatt gezogen


Die Textwelt ist voller Geschwurbel. Geschwurbel sind Texte, 

  • die so formuliert sind, dass sie möglichst niemand liest,
  • die dem Kopf richtig weh tun, wenn er gezwungen wird, sie doch zu lesen,
  • in denen ein Wichtigtuer sich wichtig tut, ohne den Lesern substanzielles Wissen zu vermitteln.
Es ist recht einfach, solche Texte glatt zu ziehen und in lebendiges Deutsch zu verwandeln. Dafür gibt es sogar Regeln. 

Dienstag, 24. Februar 2015

Heute mal was Neues: Dummen Dogmen gepflegt widersprechen


Eine Idee von korffTEXT (Newsletter, Februar 2015) 

Die dümmsten Sprüche in Politik, Kultur und Wirtschaft - und wie Sie gepflegt widersprechem 

Unter diesem Titel ist am Rosenmontag mein Buch erschienen, beim Westend Verlag in Frankfurt. Basta-Dogmen wie „Geld regiert die Welt“ werden gerne benutzt, um Diskussionen zu beenden und Herrschaftsverhältnisse zu zementieren.

Der Verlag schreibt dazu: Jens Jürgen Korff zeigt mit seinen munteren Dogmenkritiken, dass genau da die Diskussion erst beginnt.



Mittwoch, 7. April 2010

Macht das Sinn? Ja, das macht Sinn

Joachim Graf hat in seinem empfehlenswert hintergründigen Internet- und Marketing-Journal ibusiness die "26 nervigsten Wort-Hülsenfrüchte in Internet- und Social-Media-Präsentationen" aufgespießt (Originalbeitrag im Premiumbereich; auf Anfrage bei mir erhältlich).

Darunter findet sich auf Position 2 auch die beliebte Formulierung "Das macht Sinn" (direkt übersetzt aus dem Englischen: "that makes sense"). Für diese Floskel, die Sprachpuristen immer wieder angreifen, will hier eine Lanze brechen. Nicht alles, was direkt aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt wird, ist schlecht. Dieser Ausdruck macht in meinen Augen wirklich Sinn, weil er besser als der ursprüngliche deutsche Ausdruck "Das ist sinnvoll" darauf eingeht, dass Sinn durch bestimmte Maßnahmen gezielt erzeugt wird. Der kurze, knackige Dreisilber (so was ist klassisch eigentlich immer gut) nimmt nicht nur das normativ und apodiktisch angehauchte Präsens "Das ist sinnvoll" auf, sondern auch die Prognose: "Das wird sich als sinnvoll erweisen."

Dienstag, 17. Februar 2009

Die hinterletzten Phrasen in Werbung und Journalismus

  1. Natur pur
  2. Angefangen vom ersten Kundenkontakt über die gesamte Blablablubb bis hin zur Integration von Pi, Pa und Po konzipieren und optimieren wir Ihre gesamten Dingenskirchen. (grrrrrrrichkannesnichtmehrsehengehmirausdenaugenhuschhusch!)
  3. knapp jede fünfte Frau (warum nicht einfach: 19% der Frauen?)