Donnerstag, 12. Januar 2012

Mobile Inhalte müssen noch stärker gekürzt werden

Wie der Usability-Spezialist Jakob Nielsen bei Benutzertests herausgefunden hat, müssen Meldungen für mobile Apps noch deutlich stärker gekürzt werden als bei Online-Meldungen ohnehin schon üblich. Obwohl die Leute ihre Smartphones oft nutzen, um die Zeit totzuschlagen, hassen sie Füllwörter und sekundäre Informationen. Alles Sekundäre gehört auf Folgeseiten.
Nielsens Originaltext

Online-Banking auf Bönnsch

Die Bonner Sparkasse bietet ihr Online-Banking auch auf Bönnsch und auf Kölsch an - mit witzigen Warnungen wie: „Opjepass: Sonst sin de Nüsele fott.“ Bericht bei Fit for Usability. Wer hätte das gedacht, dass man sogar hässliches Bankdeutsch einbönnschen kann: „Ömbochung“, „Dueropdraach“, „Lassschreff“... Sofort hört sich das charmant an.

Aber so richtig fluppen würde das wohl erst, wenn die Dialoge gesprochen würden und man das hören könnte. Geschriebener Dialekt sieht ja doch immer ein bisschen seltsam aus.

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Gute Werbung: Altersrabatt beim Optiker

Ein Herforder Augenoptiker hat sich Ende 2010 etwas Witziges ausgedacht, um ältere Leute als Kunden zu gewinnen: einen Altersrabatt auf Brillenfassungen. Die Rabattrate entspricht dem Lebensalter; je älter die Kundinnen und Kunden sind, desto mehr Rabatt bekommen Sie. 

Freitag, 21. Oktober 2011

Werbebroschüren liest keiner? Und ob!

Die Texterin Doris Doppler nennt in business-wissen.de zehn Vorteile von Werbebroschüren (und widerlegt eindrucksvoll das Vorurteil, dass dieses Werbemedium hoffnungslos veraltet sei):
  1. Sie stellen ein Verkaufsgespräch nach.
  2. Sie vermitteln Echtheit.
  3. Sie sind nützlich für die Leser, z. B. durch Checklisten.
  4. Sie sind praktisch und überall sofort lesbar.
  5. Sie sind sehr vielseitig einsetzbar und gestaltbar.
  6. Sie sind als Medium vertraut.
  7. Sie wirken, in Kombination mit einem persönlichen Anschreiben, persönlich.
  8. Sie bieten die Chance, visuell (z. B. mit Fotos) zu klotzen.
  9. Sie unterstützen Online-Kampagnen im Marketing-Mix.
  10. Sie können wie ein Geschenk wirken.

Dienstag, 27. September 2011

Lebendige Tiere und Pflanzen schützt man besser mit lebendigen Texten

Wer Texte zu Themen des Naturschutzes liest, beispielsweise Stellungnahmen von Naturschützern zu aktuellen Bauprojekten, stößt sehr häufig auf Sätze wie diesen:

Im Vorfeld des Bauantrages hatte der Antragsteller Unterlagen zur Prüfung der Notwendigkeit einer Umweltverträglichkeitsprüfung für die Verlegung des namenlosen Strothbachnebengewässers eingereicht.
Im Bereich des Naturschutzes - und schon ist mir ein typischer Ausdruck jener Sprache entschlüpft, um die es hier gehen soll – grassiert ein grauenhaftes Kanzleideutsch, in all seiner jahrhundertelang eingeübten Starrheit, Staubigkeit und ächzenden Schwerfälligkeit.  Warum ist das schlimm? 

Montag, 26. September 2011

Wirkungsvoll präsentieren trotz PowerPoint

Der Rhetoriklehrer Matthias Pöhm wusste es schon 2004: Die meisten PowerPoint-Folien unterstützen Vorträge nicht, sondern zerstören sie. Zumindest wenn man die Wirkung des Vortrags auf die Zuhörer betrachtet.Ich selbst habe 2010 das Thema aufgegriffen mit dem Fachbeitrag: Sieben sichere Methoden, mit PowerPoint Ihr Publikum einzuschläfern.

Die Rhetoriklehrerein Anita Hermann-Ruess kommt jetzt in einem Beitrag für business-wissen.de zu ähnlichen Ergebnissen. Als Ausweg empfiehlt sie PowerPoint-Präsentationen, die im Hintergrund bleiben. Die Folien sollen nur aussagekräftige Schlagzeilen, Grafiken, Animationen und metaphorische Fotos enthalten. Sie sollen sich auf wenige, besonders gute Argumente beschränken und nur ein Argument pro Folie illustrieren.

Die Macht der Worte demonstriert sie an einem Beispiel: Der Liedermacher Konstantin Wecker erzählte einmal in einer Talkshow, dass ihn viele Menschen überzeugen wollten, keine Drogen mehr zu nehmen. Er empfand sie alle als langweilige Spießer. Doch dann hat ein einziger Satz seiner Mutter ihn zur Umkehr bewegt. Sie sagte: „Wie kann ein Mensch, dem Freiheit so viel bedeutet, sich von einem Stoff so abhängig machen?“

Donnerstag, 8. September 2011

Kurzfilm über die Macht der Worte



Der schöne Kurzfilm "The Power of Words" der britischen Werbeagentur Purplefeather zeigt die Macht der Worte. Leider bislang nur auf Englisch. Der schlagende Text auf der Pappe, der am Ende des Films gezeigt wird, ist eine bewegende Headline, die mit einem altbewährten rhetorischen Mittel arbeitet: Pars pro toto (ein Teil, das fürs Ganze steht). Sie könnte auf einem Plakat stehen, unter dem Blickfang einer Anzeige oder über einer Reportage.
Danke an Frank Wulf für den Tipp.

Freitag, 22. Juli 2011

Corporate Identity wird oft übertrieben

Die Unternehmensberaterin Tanja Laube skizziert in business-wissen.de "Sieben Schritte zur Markenpositionierung". Da kommt die ganze Corporate-Identity-Palette wieder mal zum Einsatz. Ich melde Zweifel an und stelle fest: In der Praxis führt "Corporate Identity" oft dazu, dass das Publikum bei Präsentationen einschläft, dass Werbematerialien ungelesen bleiben und wichtige Werbebotschaften von unwichtigen Logos und nichtssagenden Claims verdeckt werden.

Dienstag, 14. Juni 2011

6 Thesen, über die man bald in Bielefeld spricht

  1. Falsch: Ihr Firmenporträt am Anfang der PPT-Präsentation.
    An den Anfang gehört eine Nachricht, eine These oder eine Frage.
  2. Falsch: PPT-Folien auf Papier ans Publikum herausgeben.
    Verteilen Sie stattdessen einen gedruckten Fachbeitrag.
  3. Doch, Internet-Besucher wollen lesen.
    Sie lesen lange Wikipedia-Artikel und suchen Infos, Geschichten und Bilder über Produkte.
  4. Kanzleideutsch in Geschäftsbriefen ist schlechter Service.
    Schreiben Sie so, wie man spricht! Schreiben Sie Verben!
  5. Wir können sehr wohl davon leben, uns gegenseitig die Haare zu schneiden.
    Es gibt einen Wohlstand ohne Stahl und Beton.
  6. Zum autofreien Sonntag Bielefeld-Herford kommen 50.000.
    Nutzen Sie Ihre Chance am 25. September 2011!

Mittwoch, 8. Juni 2011

Pecha-Kucha-Vortrag über Lügen mit Zahlen

Bei der 2. Bielefelder Pecha-Kucha-Nacht im "Verve" (Klosterplatz) erzielte Jens Jürgen Korffs Präsentation "12 Lügen mit Zahlen in 6 Min. 40 Sek." viel Beifall. Pecha-Kucha ist ein neues Präsentationsformat aus Japan, bei dem jeder Teilnehmer 20 Folien zeigt und für jede exakt 20 Sekunden Zeit hat. Es ist erstaunlich, wie lebendig Vorträge unter diesem strengen Reglement werden und wie viel man davon aufnehmen und behalten kann.

Freitag, 27. Mai 2011

Saunahersteller Müther arbeitet mit optimierten Suchwort-Anzeigen

Müther Saunabau in Haltern, renommierter Hersteller durchdachter Gartensaunen, Blockbohlensaunen und Saunen im Bad, setzt optimierte Suchwort-Anzeigen (AdWords) bei Google ein, um Interessenten für seine Angebote und seinen Service zu gewinnen. korffTEXT kümmert sich gemeinsam mit All you need is words (Bielefeld) um kontinuierliche Optimierung von Anzeigen und Landeseiten (Landing Pages).

Mittwoch, 11. Mai 2011

Was Werbetexte mit Liebesbriefen gemeinsam haben

Mein Kollege und Kooperationspartner Dirk Zakzrewski hat in seinem Blog Mehrwert-Werkstatt gute Online-Werbetexte mit Liebesbriefen verglichen. Eine sehr fruchtbare Studie, der ich nur begeistert beipflichten kann!